Felchenfischen

Felchenfischen mit dem Echolot

 

Felchenfischen und Echolot

„Man hat Bisse, ohne dass etwas auf dem Bildschirm zu sehen ist.“ - von Manuel Bünzli

 

Das Echolot ist heute, wo erlaubt, beim Vertikalfischen auf Schwarmfische wie Saiblinge, Egli und vor allem Felchen nicht mehr wegzudenken. Wer glaubt, die Fischerei mit Echolot sei eine verwerfliche, weil unsportliche Sache, liegt falsch. Ist ein Schwarm einmal gefunden, sind die Fische noch lange nicht gefangen. Doch wenigstens ist die Gewissheit gegeben, dass es am betreffenden Ort überhaupt Fische hat.

 

Beim Fischen mit dem Echolot gibt es einige Grundsätze zu beachten, die die Erfolgschancen enorm erhöhen können. Erstens zeigt das Echolot je nach Gerät und Wassertiefe nur einen Ausschnitt der Unterwasserwelt, einen so genannten Sendekegel. Es kann also durchaus sein, dass man Bisse hat, ohne dass Fische auf dem Bildschirm zu sehen sind.

 

Zweitens haben Echolote, je nach Sendeleistung und Auflösung der Echos Mühe, sehr tiefstehende Fische vom Grund zu unterscheiden. Dem geübten Auge fällt es aber nicht schwer, solche Fische, insbesondere Felchen, die meist als kleine Erhebung oder einzelne Pixel auf dem ansonsten flachen Abbild des Grundes auffallen, zu erkennen (siehe Bild).

 

Die wichtigste Erkenntnis, die man beim Echolotfischen immer beherzigen sollte, ist, sich nicht zum Sklaven der Technik zu machen. Fischen Sie ausdauernd, auch wenn einmal keine Fische zu sehen sind. Und wechseln Sie nicht wegen jedem Fisch die Tiefe, auf der Sie den Köder anbieten. Ist eine klare Tendenz auszumachen, kommen also die Fische relativ konstant auf einer bestimmten Tiefe, so ist ein Wechsel angezeigt. Wegen einem einzelnen oder vielleicht zwei Fischen die Tiefe zu wechseln, ist sinnlos. Wichtig ist es zudem, beim Suchen eines geeigneten Angelplatzes mit dem Boot langsam zu fahren. Haben Sie einmal einen Schwarm oder eine Ansammlung von Fischen entdeckt, warten sie ein paar Minuten und verfolgen die Entwicklung auf dem Schirm. Kommen Fische mit einer gewissen Regelmässigkeit oder ist der Schwarm einfach durchgezogen? Im ersteren Fall kann sich das Ankern lohnen. Und wechseln Sie nicht den Angelplatz alle 5 Minuten, nur weil keine Fische zu erkennen sind. Es lohnt sich, auch einmal an einem vermeintlich unergiebigen Platz zu bleiben und es eine halbe Stunde konzentriert zu versuchen.