Lachsfischen im Süden

Lachsfischen im Süden

von Manuel Bünzli / 2014

Eine Pilgerfahrt an den Ponoi, eine Woche an der Gaula, mit der Trockenfliege am Miramichi... Gerne schweift man in Gedanken in die Ferne, oder reist dorthin wenn die Kasse stimmt. Denn eines haben die genannten Lachsflüsse gemeinsam: Es ist nicht gerade günstig dort zu fischen. Was aber wenn man als Fliegenfischer innert nützlicher Frist und einem kleinen Budget Lachs Fischen möchte?



Ich bin vor über zehn Jahren per Zufall auf das in den Französischen Pyrenäen gelegene Flusssystem des Gave d’Oloron gestossen, einem recht wilden und naturbelassenen Fluss und mehreren Zuflüssen, der in Bayonne in den Atlantik mündet. Und der Fluss ist (einmal abgesehen von einigen Flüssen in Asturien) einer der südlichst gelegenen Lachsflüsse überhaupt. Kostenpunkt: 100 Euro (für die Jahreskarte des ganzen Départements, wohlgemerkt). Leider ist es recht schwierig, den richtigen Zeitpunkt für eine Reise dorthin zu finden. Der Fluss schwillt während der Schneeschmelze im Frühjahr merklich an, zudem können die meist heftigen Gewitter die Fischerei für mehrere Tage verunmöglichen. Doch wenn die Verhältnisse stimmen (Meist Ende Mai/bis Mitte Juni) kann man auch kurzfristig eine wunderschöne Fischerei geniessen, und alle paar Jahre auch einen Lachs fangen (Das Bild stammt von 2007), 2014 habe ich wohl einen Lachs gehakt, doch dieser hat sich wieder verabschiedet, so wie es auch an allen anderen Lachsflüssen vorkommen kann. Aber ich werde wieder in die Pyrenäen reisen, und zwar noch dieses Jahr.